Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein
Lk 14, 8
BETRACHTUNG
EVANGELIUM
Röm 11, 1-2a.11-12.25-29; Ps 94, 12-13.14-15.17-18 (R: vgl. 14a); Lk 14, 1.7-11
Und es geschah: Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
30.10. Samstag der 30. Woche im Jks. [II]
Jesus beendet den Dialog mit dem Schriftgelehrten, der mit der Antwort auf seine Frage übereinstimmt. Wer das Gebot der Liebe – dem höchsten der Gebote – hält, ist Gott und den Menschen nahe. Wer diese Wahrheit kennt, ist dem Reich Gottes nicht fern. Wer aber das Wort umsetzt, lebt im Reich, ist eins mit dem Sohn Gottes, der die Liebesgabe des Vaters ist.