Ich schäme mich zu betteln
Lk 16, 3
BETRACHTUNG
EVANGELIUM
Röm 15, 14-21; Ps 98, 1.2-3b.3c-4 (R: vgl. 2); Lk 16, 1-8
Jesus sprach aber auch zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib fünfzig! Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig! Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.
5.11. Freitag der 31. Woche im Jks. [III]
Die Scham zwingt den untreuen Verwalter, durch Fantasie und Schlauheit Freunde zu gewinnen, die sich verpflichtet fühlen, ihm zu helfen. Jesus möchte, dass wir das Verhalten des Verwalters nachahmen und uns die Armen mit Liebe zu Freunden machen. Im Himmel aufgenommen, werden sie für uns einstehen.