Sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt
Mk 12, 44
BETRACHTUNG
EVANGELIUM
1 Kön 17, 10-16; Ps 146, 5-7.8-9b.9c-10 (R: 1a); Hebr 9, 24-28; Mk 12, 38-44
Er lehrte sie und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie fressen die Häuser der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet. Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.
7.11. 32. Sonntag im Jks. [IV] B
Das heutige Evangelium zeigt, dass Jesus und der Vater nicht auf das Äußere, sondern auf das Herz eines Menschen sehen. Die arme Witwe vertraut Gott völlig, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Deshalb konnte sie ihm mit dieser Geste ihr Leben anvertrauen.