Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen
Joh 4, 22
BETRACHTUNG
EVANGELIUM
Est 4, 17k-m.17r-t; Ps 18, 2-3.5.7a.17.20.29.50 (R: vgl. 20.29); Joh 4, 19-24
Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
9.8. (F) Hl. Theresia Benedicta vom Kreuz – Edith Stein [P]
Die Verheißung Gottes ist Ausdruck seiner Liebe für sein untreues Volk. Sie gilt auch für uns. Jene, die ihre Existenz Gott angeboten haben – wie die heilige Teresa Benedikt vom Kreuz – empfinden diese Verheißung als eine persönliche Liebeserklärung seitens des Herrn.