Das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss lebt
Lk 12, 15
BETRACHTUNG
EVANGELIUM
Eph 2, 1-10; Ps 100, 2-3.4-5 (R: 3b); Lk 12, 13-21
Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.
17.10. Montag der 29. Woche im Jks. [I]
Jesus spricht zu zwei Brüdern, die wegen ihrer Erbschaft streiten. Er sagt ihnen, dass ihr Leben, und jenes aller, nicht vom Besitz abhängt. Ganz im Gegenteil: es hängt von dem ab, das man teilt. Etwas zu teilen bereichert uns für die Ewigkeit. Lohnt es sich also zu streiten?